Montag 28. April 2008
Derzeit bin ich auf Reisen durch den südlichen Oman. Das schöne an Salalah und der Dhofar-Region ist, dass die Gegend durch eine Bergkette von dem wüstenähnlichen Rest der arabischen Halbinsel getrennt ist. Das bedeutet: viel Regen im Juli und August (und viel Grün) und im Rest des Jahres heiße, aber erträgliche Temperaturen. Und schön ist es auch.
Mein Hotel:

Mein Strand:

Alte Steine (Die Gegend war vor 3000 Jahren der einzige Ort an dem Weihrauch produziert wurde. Damals waren die Händler hier so steinreich, dass man in Rom neidisch den Begriff „glückliches Arabien“ (Felix Arabia) prägte)). Heute hat der Preis nachgelassen und die alten Paläste müssten etwas renoviert werden.

Weihrauch-Bäume:

Die Leute sind hier so wahnsinnig nett, dass man es als Europäer kaum aushält. Im Flugzeug saß ein junger Omani neben mir, wir kamen ins Gespräch, er schlug vor, mir abends die Stadt zu zeigen. Nicht nur, dass er das Restaurant bezahlt hat, auch alle meine Souvenirs hat er heimlich bezahlt bevor ich es tun konnte. „Du bist mein Gast“, war seine lapidare Antwort. Nun, das schöne ist, mein Misstrauen gegen soviel „gratis“ ist hier völlig unabgebracht. Der wollte wirklich keine Gegenleistung.
Während ich hier faulenze, schreibt Frau A. dass unser Kater, Herr K., eine Notoperation benötigte. Ich hoffe, es geht ihm wieder besser.
1 Kommentar |
Woanders | Mit Tag(s) versehen: Oman, Reisen, Salalah |
Permalink
Verfasst von Herr A.
Sonntag 13. April 2008
Schweren Herzens hatten Frau A. und ich so ziemlich genau vor einem Jahr (ja, stimmt, ich bin jetzt genau ein Jahr hier, aber das wird ein eigener Blog-Eintrag) uns dazu durchgerungen, unsere beiden Katzen nicht mit nach Dubai zu bringen. Das Wetter, die Wohnraumsituation und zu einem gewissen Grad auch die Mentalität der Leute heute, bieten Katzen eher suboptimale Lebensbedingungen hier. Für Tiere ohne mindestens einen Höcker bremst man nicht unbedingt, und durch kleine Erlebnisse bekommt man das Gefühl, Kinder würden nicht gerade dazu erzogen, vierbeinigen Lebewesen gegenüber mehr Respekt zu zeigen als der Playstation oder dem Geländewagen. Wenn kleine Gören während eines Picknicks angebundene, fremde Hunde mit Steinen bewerfen, die Eltern dabei einfach zuschauen, und erst der Hundebesitzer dazwischenbrüllen muss, reicht das vielleicht zur Erklärung.
Bewusst haben wir auch keine freilaufende Katze zu uns gelockt. Von denen streunen genug hier herum, sie sind aber irgendwie leicht gemein und jaulen zudem ständig, ohne dass es dafür einen sichtbaren Grund gibt.
Und dann stand vor drei Tagen plötzlich dieser Herr

vor unserer Tür. Nie zuvor hier gesehen und mit Sicherheit auch nicht angelockt, wich er nicht mehr vom Grundstück. Öffnete man morgens die Tür, war er das erste was man sah und hörte, und abends wartete der Herr K. geduldig und grüßte mit einem mitleiderregenden Maunzen. Seit er regelmäßig gefüttert und gekrault wird, ist er zum Glück deutlich ruhiger geworden. Außerdem hat er eine ordentliche Portion feliner Intelligenz, die manche Zweibeiner als egoistisch missverstehen: Wenn Herr A. gerne auf dem Sofa liegt, dann hat das sicher einen guten Grund.

2 Kommentare |
Dubai, Stadtleben | Mit Tag(s) versehen: Katzen |
Permalink
Verfasst von Herr A.