Alles muss raus!

Ich war fleißig. Nein, im ernst. Die letzten Tage habe ich damit verbracht sehr viel Hausstand zu sortieren, auf thematische Häufchen zu stapeln, in Kartons zu packen oder wegzuschmeißen.

(Ein paar Dinge sind aber noch übrig: wenn jemand einen DVD-Player, eine Stereo-Anlage, einen Fernseher, einen Rollschrank, Wäscheständer, Geschirr, Küchengeräte, meine Sessel oder ein Billy-Regal braucht, kann sich vertrauensvoll an mich wenden. Die Liste wird noch länger…)

Ich fühle mich zwar jetzt ein wenig Ufff, aber es hat sich gelohnt: Ein Teil der Wohnung sieht aus wie die Kölner Altstadt nach den Karneval, die meisten Regale und Schubladen sind leerer als ein Junggesellen-Kühlschrank am Monatsende.

Warum eigentlich fällt es so schwer, sich von alten Dingen zu trennen. Nicht unbedingt bei diesem Umzug, sondern bei den vorherigen. Was hat sich in den hinteren Winkeln der Abstellräume bloß für ein unglaublicher Krempel angesammelt! Warum habe ich alte Prospekte, uraltes Spielzeug, Schreibhefte und ähnlichen Plunder bis zu zwei Umzüge mit mir rumgeschleppt. Und ich bin mir trotzdem sicher, dass, wenn ich die jetztigen Einlagerungskartons beim nächsten Mal aufmache, mich fragen werde, warum ich das Zeug wieder einmal aufbewahrt habe. Na, so ist das wohl.

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