Mehr Bilder aus Dubai

Dienstag 28. August 2007

Statt an meinem Roman weiterzuschreiben habe ich lieber alte Fotos web-tauglich gemacht. Viele Besucher wollen die Tower von Dubai sehen (vor allem natürlich den Burj Dubai oder burj dubai (dies nur für Google)).  Weil ich ein bisschen mit wordpress experimentiert habe, ist die Bildgalerie oben über den Button „Hochhäuser in Dubai“ anklickbar.


On the road again

Montag 27. August 2007

Seit einigen Tagen kann ich wieder mit dem Auto durch Dubai fahren. Meinem Bein geht es gut genug und außerdem brauche ich den linken Fuß bei einer Automatik-Schaltung ohnehin nicht.

Es liegt also nahe, wieder einen „Autofahrer der Woche“ zu küren. Nur kann ich mich diesmal einfach nicht entscheiden, deshalb lasse ich hier mal abstimmen:

Ist es
a) der unfreundliche LKW-Fahrer, der in anderthalb Metern Abstand bei Tempo 100 hinter mir mit der Lichthupe drängelt – Und das, obwohl nur 80 km/h erlaubt sind und er auf der linken Spur (von dreien) nun absolut nichts verloren hat?

Oder b) Der von einem besseren Leben träumende Kleinbusfahrer indischer Herkunft, der, mit lauter Kollegen auf den hinteren Sitzen, mit Tempo 70 auf der mittleren Spur dahinschleicht, aber leider noch nicht bemerkt hat, dass seit einer halben Stunde die Sonne untergegangen ist und er noch ohne Licht unterwegs ist?

Oder vielleicht doch c) der Emirati im schwarzen Ferrari, der ohne Probleme im Feierabendverkehr alle sechs Spuren der Sheikh Zayed Road im Zickzack nimmt – selbstverständlich ohne zu blinken oder daran zu denken, dass die Lücken, in die er hindrängelt, kleiner sind als sein Auto – bloß um nach einem Kilometer im Dauerstau zu stehen, mit genau 20 Metern Raumgewinn gegenüber meinem bescheidenen Vehikel?

Diese Woche fällt die Entscheidung wirklich schwer, deswegen wählt aus: Wen möchtet Ihr auch nächste Woche wieder auf der Straße neben Euch fahren sehen?


Noch höher…

Montag 20. August 2007

Der Burj Dubai ist noch nicht einmal fertig, da wird der nächste Rekord-Tower mehr oder weniger offiziell angekündigt. Der Al Burj (Der Turm) soll sich von der Dubai Waterfront 1050 Meter in den Himmel Dubais strecken. Hier gibt es eine Skizze von dem Teil.

Bisher war das Vorhaben ein schwach gehütetes Geheimnis des Immobilien-Giganten Nakheel, bei dem nur die Details nicht genau bekannt waren. Es waren bisher 1200 Meter im Gespräch und auch der Standort hat sich verändert. Ursprünglich sollte der Tower bei der Palm Jumeirah stehen, hätte dann aber die Einflugschneise des neuen Dubai World Central Airports behindert.

Stellt sich die Frage: warum braucht Dubai einen noch höheren Tower, wo die Stadt doch ohnehin den Rekord-Turm Burj Dubai hat? Ist es Größenwahn, mit dem etwas (das ich hier lieber der Phantasie des Lesers überlasse) kompensiert werden soll? Immerhin gibt es Gerüchte über Bauprojekte in den nördlichen Golfstaaten, die ebenfalls die 1000 Meter überschreiten sollen. Aber wozu braucht man unbedingt das längste Ding? Gut, ein gewisses Maß an Selbstdarstellung (neudeutsch: Posing) scheint zur regionalen Mentalität zu gehören – mit Prunk und Protz zeigt man, was man hat. Es ist wohl eine europäische Denkweise, zu glauben, dass Petro- und mittlerweile auch Touri-Dollars besser investiert werden könnten, beispielsweise ins Bildungssystem, Versorgungs-Infrastruktur, die Arbeitsbedingungen der Turmbauer oder mehr Mittelklasse-Häuser.


Strafe muss sein

Dienstag 14. August 2007

Schon merkwürdig, was die Leute so alles
a) im Internet suchen,
b) falsch schreiben.

bauch_strafen2.jpg

…und warum landen die dann ausgerechnet bei einem schlanken Rechtschreiber?


Im Taxi durch Dubai

Sonntag 12. August 2007

Mangels eigenem Auto und wegen des immer noch eingezongten Beines bin ich momentan viel mit dem Taxi in Dubai unterwegs. An den Fahrern kann man interessante Sozialstudien betreiben. Die meisten von ihnen kommen aus Indien, Pakistan oder dem Libanon, es waren aber auch schon Sudanesen, Syrer und Afghanen darunter. Wenn man die Herren (eine Taxifahrerin habe ich noch nicht gesehen, es soll aber ein „Pink Taxi“ nur für Frauen geben, welches auch von einer Dame gelenkt wird) ein bisschen erzählen lässt, ergeben sich folgende Gemeinsamkeiten:
– keiner mag Dubai,
– alle finden den Verkehr fürchterlich,
– alle fahren zu schnell und
– alle beklagen sich über die rücksichtslose Fahrweise der Einheimischen.

Am schönsten war bisher die Tour mit einem Taxifahrer aus dem Sudan. Ich hatte seine Karre an der Hauptstraße abgefangen, was mitunter recht lange dauern kann. Wer clever ist, geht während der Gebetszeit zu einer Moschee und wartet neben einem leeren Taxi bis der Fahrer mit beten fertig ist. Der Fahrer jedenfalls sprach sogar einige Sätze Deutsch, weil er in den 90er Jahren in der Nähe von Ulm eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker gemacht hatte. Weil es in D aber keine Arbeit gab und er sich nicht allzuwohl fühlte in seiner farbigen Haut, kam er irgendwie nach Dubai.

Meist kommt man mit Englisch in den Taxen gut zurecht, allerdings wurde ich neulich von einem jungen Pakistani gefahren, der neu war in der Stadt und weder mich verstanden hat, noch wusste, wo das Dubai Festival City liegt (fünf Minuten immer nur geradeaus). Getoppt wurde dieser Anfänger aber durch den Fahrer, der mich ins Krankenhaus bringen sollte, damit mein „Zong“ endlich richtig behandelt wird: der Fahrer wusste nicht, wo dieses Krankenhaus ist und hatte auch keine Lust, in der Zentrale nachzufragen. Erst als ich ihm die Telefonnummer gab, rief er dort an, um sich nach der Adresse zu erkundigen! Tatsächlich scheint die Ausbildung zum Taxenlenker nicht allzuschwer zu sein. Immer wieder gibt es Beschwerden (meist von Frauen) über unfreundliche Fahrer und die Verkehrsbehörde hat angeordnet, dass die gelben Wagen elektronisch auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Km/h gedrosselt werden sollen. Abgesehen davon, dass dies auch bei den meisten SUV-Besitzern eine gute Idee wäre, könnte die Beschränkung zumindest für ein bisschen mehr Sicherheit sorgen. Neulich hatte ich einen libanesischen Fahrer, den ich noch ba, wegen des frisch operierten Beins doch vorsichtig zu fahren. „No Problem, my friend“, antwortete er und bretterte mit mehr als 140 Zacken über die Straße. Auch mein Hinweis, dass ich es wirklich nicht besonders eilig hätte, zeigte bei ihm keine Reaktion.

Da war mir schon der melancholische junge Inder lieber, mit dem ich nach einem Messebesuch über eine Stunde im Stau stand. Der jammerte darüber, wie viel Schulden er doch hätte, weil sein ehemaliger Geschäftspartner ihn übers Ohre gehauen hatte. Nun müsse er, der er eigentlich Künstler sei, Taxi fahren. Immerhin sei Dank seines Privattaxis nun sein eigener Herr, und wenn er noch drei Jahre hart arbeite, könne er es sich auch leisten, zu seiner Frau nach Indien zurückzukehren.

Apropos Schulden: Einmal bin ich auch in ein Taxi eingesteigen, dass im Emirat Ajman registriert war.  Nachdem ich dem Fahrer gesagt hatte, wohin ich wollte, gab er mächtig Gas. Ich bemerkte, dass der Wagen garkein Taxameter hatte und fragte, was die Fahrt denn kosten würde. Er lachte nur. Etwas später fing er an zu schimpfen über die Stadtverwaltung. Die hatte ihm nämlich schon sechs mal eine Strafe von umgerechnet 500 Euro aufgebrummt, weil er unerlaubterweise in Dubai Kunden aufgenommen hatte (ratet, was ich war). Die Stadt fand er schrecklich, die Autofahrer auch (er selbst fuhr nicht besser), aber leider könne er momentan nicht in seine Heimat zurück. Kabul sei ihm derzeit zu gefährlich. Am Fahrtziel sollte ich entscheiden, wie viel Geld ich ihm geben wolle. Wahrschein lich waren die 40 Dirham zuviel, denn so ein begeistertes Lächeln und eine herzliche Verabschiedung habe ich seitdem nicht mehr erlebt.


Zensur III

Dienstag 7. August 2007

Hmm. Ich habe mich daran gewöhnt (und nichts dagegen), dass die Websites von Zeig-mir-Fleisch-Blättern wie Playboy, Max und Bild vom hiesigen Internet Provider geblockt werden. Heute wurde mir aber auch der Zugriff auf die Berliner Morgenpost verweigert. Habe ich irgendetwas nicht mitbekommen? Ist aus der eher biederen Tageszeitung des Axel Springer Verlags etwa ein schmieriges Schmuddelblatt mit Pornobildern geworden?

Wer weiß mehr?


Neuer Name gesucht

Dienstag 7. August 2007

Mit dem neuen Laufschuh  kann ich wenigstens wieder mein Knie bewegen und den Fuß vorsichtig aufsetzen. Krücken brauche ich aber trotzdem noch.

Kennt jemand noch andere Spitznamen außer
– Humpelstilzchen,
– der Verkrückte?