Hattersheim, Pakistan – und zurück

Mittwoch 31. Oktober 2007

Vergangenen Freitag wachte ich auf und stellte beim Blick aus dem Fenster fest, dass der Pool verschwunden war. Ebenso das beige Haus gegenüber und der Sonnenschein. Stattdessen sah ich das:

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Knallrotes Haus mit Giebel und riesigen Blumenkästen – das muss wohl der Blick aus einem Hotelzimmer in Hattersheim sein, eine niedliche Kleinstadt vor den Toren Frankfurts. Normalerweise stehe ich nicht auf deutsche Provinz, aber der kühle Herbstmorgen mit bunten Laubbäumen in der Fußgängerpassage hat wirklich Spaß gebracht. Und: Bei „Radio Räuber“ wurde ich beim Kauf eines Akku-Ladegerätes wirklich kompetent bedient. Das bin ich aus Dubai einfach nicht mehr gewohnt.

Doch genug von Hattersheim und Frankfurt. Der Zwischenstopp war nötig, weil ich am Sonntag nach Pakistan geflogen bin. Lufthansa hat das Land zum ersten Mal seit 9 Jahren wieder im Flugplan und ich hatte das Glück, auf dem Eröffnungsflug dabei sein zu dürfen. Von dort ging es dann am nächsten Tag zurück nach Dubai.

Die nordpakistanische Stadt Lahore hat rund 10 Mio Einwohner, es könnten aber auch etwas mehr sein. Die Stadt gilt als Stadtort für die Leder-, Textil- und Medizintechnikindustrie, was man sich bei einer Fahrt durch die City irgendwie nicht vorstellen kann.

Lahore ist irgendwie … wuselig. Und chaotisch und laut und streckenweise auf morbide Weise wunderschön. Zumindest dort, wo die Briten ein paar alte Bauten hinterlassen haben. Hier ein paar Impressionen von einer Fahrt durch die Stadt und einem Rundgang durch das Fort mitsamt dem Spiegelplast, der größten touristischen Attraktion.

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Vom Besuch der Whaga Border, einem Grenzübergang zu Indien mit fast schon fußballstadionartiger Atmosphäre, gibt es demnächst mehr.

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Ja, is denn schon wieder Weihnachten?

Mittwoch 24. Oktober 2007

Grmph! Bin heute im Baumarkt zum erste Mal in diesem Jahr mit Weihnachten in Berührung gekommen. Hatte total vergessen, dass es das noch gibt. Irgendwie passen bunte Plastikweihnachtsbäume, Glitter und Christbaumkugeln überhaupt nicht zu prallem Sonnenschein und 35 Grad plus. Irgendwie irritierend.


Oans, zwoa, gsuffa…

Sonntag 21. Oktober 2007

Zu den wichtigsten kulturellen Bräuchen, die Deutsche im Ausland zelebrieren gehört ohne Zweifel das Oktoberfest. Dieses Jahr lag es praktischerweise gleich nach Ramadan, wo alle Expats besonders durstig sind. Eine echte Wies’n gibts in Dubai natürlich nicht, allerhöchstens eine Wüst’n, was aber wahrscheinlich nur halb so viel Spaß bringen würde, müsste man seine Schuhe ständig von Sand befreien. Zum Glück ist der Garten des Grand Hyatt Hotels groß genug, um ein schnuckeliges Bierzelt aufzustellen. Macht sich gut zwischen Palmen.

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Gegen 12 Uhr werden die Zapfhähne geöffnet und dann gehts los. Zu Essen gibt es natürlich genau das, was man bei einem bayerischen Fest erwarten würde:

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Nicht ganz zufällig wurde das erste Treffen des Hamburger Stammtisches in Dubai nach Ramadan hierher gelegt. Kaum zu übersehen, diese Deerns und Jungs in Rot, Weiß und St.-Pauli-Braun.

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Ach ja, passende Musik gab es auch:

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Noch besser, weil ein richtiger Ohrwurm, zumal mit einigen Bieren intus, ist aber der Song „Verliebt in unser Hamburg“, von „Hamburg-Peter“, den ich beim rumräumen in unseren CDs gefunden habe und im Zelt einfach in den CD-Player gestopft habe. Auf YouTube gibt’s sogar das Video dazu.


Ordentliche Pizza geht gar nicht

Donnerstag 18. Oktober 2007

Komme gerade zurück vom Einkaufen und war noch schnell in einer neuen Pizzeria im Einkaufszentrum Uptown Mirdif. Man abgesehen davon, dass ich bisher noch nie einem Italiener in Dubai begegnet bin, habe ich auch sonst Zweifel an der Authentizität dieses Italieners. Die Kellnerinnen sind alle asiatisch, was daran liegt, dass nebenan ein chinesisches Restaurant ist, welches nicht nur den gleichen Besitzer hat wie die Pizzeria, sondern sich auch die Küche teilt. Und eben das Personal.
An und für sich war die vegetarische Pizza ganz lecker. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist, wenn das Teil so geordnet daher kommt. Also auf jedem Stück ein penibel angeordneter Aubergine- bzw. Zuccini-Streifen, eine Olive, ein Zwiebelring, etwas Tomate. Wenn ich optische Langeweile will, dann bestelle ich ne Waffel mit ohne alles.

Pizza dagegen muss Chaos sein. Alles wild auf den Teig geworfen, Käse drüber und fertig. Das ist echt italienisch.

Was dagegen?!


Wüste Sache

Montag 15. Oktober 2007

Gestern war ich ökologisch unkorrekt mit einem 4×4 Jeep in der Wüste und bin die Sanddünen rauf und runter gedonnert. Ist schon nett, sich den weg durch Abhänge und losen Sand zu bahnen, immer mit dem Nervenkitzel, ob der nächste Abhang nicht doch tiefer ist, als geglaubt. Dem (geliehenen) Jeep ist zum Glück nichts passiert, bin nur zwei Mal leicht steckengeblieben. Aber die anderen drei Wüstenpflüger haben mich locker wieder rausgezogen.

So mittendrin ist es dann ganz schön gelb und ruhig. Aber nicht leblos. Schwalben flattern umher, Fliegen nerven, ein riesiger Leguan versteckt sich vor uns in seiner Höhle und eine Kamelherde steht auch urplötzlich mitten im Weg. Dazu kommen die wohl unvermeidlichen Überreste menschlicher „Zivilisation“ wie weggeworfene Ölkannen und liegengelassener Picknickmüll.

Die Kamera hatte ich aus Angst vor zuviel Gerumpel und Geruckel. War ein Fehler. Nächstes Mal wüstet sie wieder mit.


FInale, oho…

Sonntag 14. Oktober 2007

Es ist dunkel und ich bin leich t angetütert, daher:

*rechtschreibmodus aus*

komme gerade zurück aus dem irish village, wo sport auf großbildleinwand übertragen wurde. Nix Fußball Duetschland gegen IRland ode rso ein KLinderkram. Nein: Hunderte Leute wollten das Halbfinale England-Frankreich bei der Rugby-Weltmmeisterschaft sehen, die gerade im Franzoisenland läuft. Ehrlich, ich habe vorher noch nie ein Rugby-Spuiel gesehen, geschweige kenn ich ich die Regeln. (Grob gesagt: American Football ohne ständige Spielunterbrechung – immer feste druff auf den Gegener) WEil vorher noch ein englisches Pokalfinale lief, habe ich gelernt: eigentlich gibt es Rugby zweimal. Nach den Regeln der Rugby UNion und nach den Regeln irgendeines andersn VErbandes. Vereinfacht wäre das der UNterschied zwischen brutalem und sehr brutalem Spiel. Man stelle sich Fußball vor, ohne das gleich bei jedem Foul abgepfiffen wird. Ungefähr so. Denn genau habe ich es natürlich nicht verstanden, warum die ganzen Engländer über ihr TEam geschimpft haben, obwohl es doch auch nicht anders geprügelt gespielt hat als die Franzosen. Immerhin haben die Engländerkurz vor schluss noch gewonnen und sindbierseelig aus sdem Zelt getorkelt.

Finale ist am nächsten Sonntag, bis dahin lern ich auch vielleicht auch die Regeln.

Nu ist aber Bettzeit, denn morgen früh geht es in die Wüste, ein paar Sanddünen ärgern.


Microsoft hilft sich selbst

Montag 8. Oktober 2007

Der Platz auf meiner Festplatte wird knapp, also muss was runter. Zum Beispiel der Flugsimulator X, der bei mir eh nur ruckelt und auch noch bei Frau A. installiert ist. Seit einer Stunde löscht Windows also alle Dateien mit satten 13 GB.

Doch so einfach geht das nicht. Irgendein Fehler trat auf und mit dem lapidaren Hinweis „Aktion wird rückgängig gemacht“ holt Windows gerade alle Dateien wieder aus dem Papierkorb.

Danke Microsoft

Aaaaargh!

P.S.: Kann mir jemand erklären, warum WordPress ohne mein zutun immer eine Kategorie mit dem Namen „1“ bei mir einrichtet?