HSV ist Meister – zumindest in Dubai

Ja, es war ein erfolgreicher Tag für die HSV-Mannen im Al Nasr-Stadion im Herzen Dubais. Mit 4:0 wurde das Team China weggeputzt. Die armen Asiaten schlichen etwas betrübt vom Platz.

Details zum Spielgeschehen kann man hier und hier nachlesen. Genauso spannend war, dass Frau A. und ich zusammen mit anderen Freunden die Spiele diesmal von der überdachten Tribüne und teilweise von den VIP-Plätzen aus gesehen haben.

Wie man das macht?

Ganz einfach: Man geht einfach am Stadioneingang an den Ordnern vorbei und grüßt freundlich. Das Turnier war so schwach besucht, dass angeblich die Anweisung gegeben wurde, keine Karten mehr zu verkaufen, sondern einfach jeden reinzulassen. Ob’s stimmt, kann ich nicht beurteilen. Bei der Taschenkontrolle rechnete ich eigentlich damit, wegen des Teleobjektivs Probleme zu bekommen. Ich stelle die Tasche also auf den Boden, grüße freundlich und hebe die Arme zum Abgetastet werden. Der Kontrolletti nickt nur, rührt keinen Finger, schaut auf die Tasche und fragt: „Camera?“ Ich nur: „Yes.“ Er nur: „Ok.“ Und das war’s dann. Nichts öffnen, nichts diskutieren.


Was soll ich dazu sagen.hsv_07.jpg

Dis Sitze im so genannten Grand Stand sind etwas bequemer, haben sogar eine Rückenlehne. Und auf dieser Seite des Stadions gibt es immerhin einen (!) Stand mit Kaffee und Sandwiches , wenn man keine in Müllbeuteln und Plastikeimern verstauten Chipstüten und Colabecher beim fliegenden Händler kaufen möchte.

Der Torsegen machte das Spiel außerdem schön kurzweilig.

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Hier zum Beispiel zappelt der Ball nach einem Freistoß von Rafaeldino zum ersten Mal im Netz.

Und hier greift der Torwart zum zweiten Mal dem Ball hinterher:

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Ein paar Reihen weiter hinter unseren Plätzen schauten die verletzten HSVler dem Treiben recht gleichmütig zu (auf dem Bild ganz unten).

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Nur an der Anzeigetafel sollten ein HSV-Imagebeautragter und englischer Muttersprachler noch einmal die Schreibweisen überprüfen.

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Nach dem Sieg ging es mit Chuzpe weiter.

In der Halbzeitpause der zweiten Begegnung sind wir zu viert selbstbewusst auf den Eingang zum VIP-Bereich zugegangen, der hinter einer Tür direkt am Haupteingang liegt. Die Tür war offen, der Aufpasser zu schüchtern, uns nach unseren Ausweisen zu fragen. Schwupps, standen wir zwischen wichtigen Locals, HSV-Spielern, Managern und andern VIPs. Ja, man konnte sich ganz unverkrampft mit den Profis unterhalten und auch ein Fan-Foto machen (Nur Herr A. nicht, dem war es etwas peinlich, sich zwischen Huub Stevens und Dietmar Beiersdorfer zu stellen) . So familiär ist das in Dubai.

Bei Verletzungen während des Spiels wird übrigens High-Tech mit Blaulicht eingesetzt, um schnell Hilfe zu den Spielern zu bringen:

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Da im zweiten Spiel (dessen zweite Halbzeit wir im VIP-Bereich aus der 3. Reihe verfolgten) das UAE-Team nicht noch ungefähr acht Tore schoss, die es benötigt hätte, um das Turnier zu gewinnen, wurde der HSV halt mal wieder Meister.

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