Black Points

Mein Lieblingsthema: der Straßenverkehr. Diesmal aber was Gutes, denn ab morgen tritt ein neues Strafpunkte-System für Verkehrssünder in Kraft. Es funktioniert ähnlich wie das Flensburger-Modell, also für jede Sünde muss man zahlen und sammelt Punkte, so genannte „Black Points“. Hat man 24 „Black Points“ zusammen, gibt es Fahrverbote und irgendwann sogar Nachschulungen.

Wenig überraschend, dass ein Blick in die Liste einige Unterschiede in der Bewertung von Verkehrssünden zeigt.

Während das Fahren mit Alkohol oder Drogen im Blut unabhängig von der Menge (also auch ein Schluck Hustensaft oder das legendäre Gläschen Wein) sofort zu 24 Punkten führt, bekommt man für die Tötung von Menschen „nur“ 12 Punkte.
Überschreitet man das Tempolimit um weniger als 50 Km/h, bleibt es bei einer Geldstrafe von höchstens ca. 150 Euro (was für die Raser in den dicken Autos vermutlich ein Witz ist). Erst ab 50 Kilometern zuviel kommen auch Punkte dazu.

Über die Ahndung der insgesamt 147 Punkte kann man sicherlich diskutieren, aber ich freue mich, dass zumindest mal ein Anfang gemacht wird. Nun kann man nur noch hoffen, dass die Einhaltung der Regeln auch kontrolliert wird. Und dass bei niemandem wegen seiner Nationalität oder seines Nachnamens großzügig weggeschaut wird.

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