Umgezogen

Freitag 27. Juni 2008

Der größte Teil des Umzugs ist nun geschafft, fast alle Möbel sind angeliefert und aufgebaut, die meisten Kartons leergeräumt und auch eine funktionierende Küche wird sich hoffentlich bald finden.

Hier mal ein Blick vom Dach des Hauses:

Weil am Freitag ja bekanntlichermaßen in Dubai schon Wochenende ist, habe ich endlich mal einen Bummel durch die nähere Umgebung gemacht. Wobei „Bummel“ das falsche Wort ist. Vor 8 Uhr morgens kann man hier gerade noch ein wenig Joggen, danach wird es aber heiß, also jenseits der 40 Grad, weswegen auch ich nun kurze Strecken lieber mit dem Auto zurücklege. Auch muss ja Flagge zeigen, außerdem ist das Rad nicht aufgepumpt. Eigentlich ist es sogar viel zu anstrengend, sich aus dem Sofa zu quälen. Eigentlich ist schon die Bedienung der Tastatur eine Tortur.

Nur einige hundert Meter entfernt liegt das Al Safa Center, ein kleines in die Jahre gekommenes Einkaufszentrum mit Supermarkt, Videothek, Kinderbuchladen, Apotheke und einem Pizzaladen. Also alles was man als Strohwitwer so braucht, denn Frau A. zieht ja derzeit die Temperaturen der norddeutschen Tiefebene denen in Dubai vor. Lustigerweise gibt es in dem Supermarkt mit dem schönen Namen Park’n’Shop Dinge, die sonst nicht einmal die großen Läden hier führen: Rotkohl, Kassler, Vollkornbrot und vor allem Laugenstangen und Bretzeln. Die Bäckerei ist echt klasse, selbst Dinkelbrot ist dort erhältlich. Schade nur, dass der gesamte Komplex in einigen Monaten abgerissen werden soll und mit Sicherheit durch etwas weniger charmantes ersetzt wird.

Eine zweite Einkaufstour führte mich heute auch zum nahe gelegenen Spinney’s Supermarkt. Wäre ich in der Wüste gestanden, hätte ich es für eine Fata Morgana gehalten: draußen ist tatsächlich ein Kabuff, über dem das Wort „Recycling Station“ steht. Von so etwas hatte ich in Dubai nur gerüchteweise gehört. Es gibt sie also wirklich und man kann dort Pappe abgeben (die übrigens auch morgens von vielen Blaumännern aus allen Müllcontainern gekramt wird), Dosen und Plastikflaschen. Mal sehen, ob das auch tatsächlich funktioniert oder der Mitarbeiter nur Quatsch erzählt hat.

Ganz in der Nähe ist übrigens auch ein mexikanisches Restaurant, dass sich von den vielen Restaurants Dubais davon unterscheidet, dass der Koch und Besitzer auch tatsächlich aus diesem Land kommt. Die Tacos waren nicht schlecht – der Laden bleibt unter Beobachtung.

Bis zum Strand sind es mit dem Auto nur 5 bis 10 Minuten.

Den Safa Park erreicht man sogar noch schneller. Für einen kleinen Eintritt kann man sich dort unter einen von fast 17000 Bäumen stellen oder sich auf richtigen Rasen legen. Sehr schön.


Halbfinale in Dubai

Donnerstag 26. Juni 2008

Wieder einmal hatte sich ein großer Teil der deutschen Community ind er berüchtigten britischen Trinker-Kneipe Double Decker eingefunden. Schon eine Stunde vor Spielbeginn gab es keine Parkplätze mehr, aber drinnen ein paar Spinner unklarer Herkunft, die sich toll dabei fühlten, den Gröfaz zu imitieren.

So ängstlich wie die Deutschen So offensiv wie die Türken in der ersten Halbzeit gespielt haben, hätte man schon dem Herzkasper näher kommen können. Die 2. Halbzeit wurde aber ein ziemlicher Aufreger. Irgendwann fing der Sender Al Jazeera Sport an, die spannendsten Szenen zu wiederholen oder den ziemlich rotgesichtigen Studio-Moderator einzublenden. Ein paar Minuten Bildausfall schienen auf das Konto der Stadiontechnik zu gehen, aber ich weiß nicht, ob die Araber  wirklich nicht etwas gebummelt haben. Erst gab es etwas Jubel bei einigen deutschen Fans, dann bei den Türken, obwohl an der Leinwand immer noch das Rotgesicht palaverte oder Scheinsteigers Tor zum zigsten Mal wiederholt wurde. Das 2:1 und das 2:2 gingen jedenfalls nicht live über den Bildschirm und bei Lahms Treffer war ich mir auch nicht mehr sicher, ob das wirlich live oder womöglich nur die Wiederholung des 2:2 war. Ob mich der Double Decker am Sonntag wiedersieht, weiß ich nicht. Zuhause ist kein Fernseher, aber ohne Bild finde ich das Webradio vom Deutschlandradio irgendwie spannender.


Wohnungssuche in Dubai

Dienstag 24. Juni 2008

Ihren wahren Charakter zeigt eine Stadt, wenn man auf Wohnungssuche geht. Sobald feststeht, dass man seine bisherige Bleibe verlassen muss und sich nach etwas Neuem umschaut, bemerkt man oft erst, welche Teile der Stadt interessant sind und welche nicht, wo sich bezahlbare Wohnungen finden, wie deren Qualität ist – und vor allem: was sie kosten.

Bei Frau A. und mir zeichnete sich vor einigen Monaten ab, dass ein Wohnungswechsel anstehen würde. Wir haben die Sache langsam angehen lassen, um übehaupt erstmal unsere Bedürfnisse zu klären. Herr A. wollte von dem netten, aber etwas langweiligen und mit ständigem Autofahren vebundenen Vorort in zentralere Stadtteile ziehen. Auch Frau A. wollte mehr Urbanität, und verkehrsgünstig sollte die Bleibe wegen des neuen Arbeitgebers auch sein.

Arg vereinfachend kann man die Stadtteile Dubais grob in unterschiedliche Kategorien einteilen:
– ältere, gewachsene Stadtteile wie Jumeirah 1-3 oder Umm Suqeim. Sie sind grün, zentral und werden von großen Einzelhäusern dominiert. Sehr begehrt bei reichen Einheimischen und Ausländern, und entsprechend teuer.
– Stadtteile an der Peripherie: die können wie Mirdif eine Mischung aus alt und neu bieten,  mit einem Einkaufszentrum in der Mitte, oder wie International City aus reinen Neubauwohnghettoblöcken bestehen, wo die Kanalisation überläuft und der Geruch von der Kläranlage rüberweht. Ist einigermaßen günstig, wird aber bestimmt mal ein sozialer Brennpunkt.
– Das alte Dubai mit Satwa, Bur Dubai und Deira: 70er Jahre Appartements aus Beton. Klein, etwas runtergekommen, billig und wenig Komfort, aber dafür irgendwie kultig. Finden zumindest Europäer. Schön günstig, finden asiatische Niedriglöhner. Mit hässlichen Reihenhaus-Neubauten oder Hochhäsuern kann man mehr verdienen, finden Investoren.
Die Hochhausschluchten: Dubai Marina, aber auch die Türme entlang der Sheikh Zayed Road und die kommenden Stadtteile rund um den Dubai Creek sind Zeichen für den Aufbruch in die vermeintliche erste Welt. Diese Gegenden sind teuer, sehr teuer. Man weiß nicht, ob man dafür nun gute Bauqualität bekommt, oder irgendwelchen Mist, der wegen des schnellen Gewinns hochgezogen wurde und wo man als Mieter dann im Schatten der Türme seinem Gegenüber auf den Balkon spucken kann. Es ist ein Lifestyle, den man mögen kann oder nicht. Vom Boden aus sehr beeindruckend, und, wenn gut gebaut, auch ein wenige mit das hätte-ich-auch-gerne-Faktor. Aber ohne Auto geht dort nichts. Es gibt auch keine alteingesessenen Läden, sondern nur die neuen Filialen von den globalen Fress- und Mode-Ketten. Ich persönlich finde die Gegenden öde und uninspirierend. Einen großen Vorteil haben die Stadtteile aber: Sie liegen in der Nähe der großen Geschäftsviertel von Dubai – die Fahrt zur Arbeit ist also nicht sehr lang.

Das grundsätzliche Problem in Dubai sind die unglaublich hohen Mieten, gerade in den etwas interessanteren Stadtteilen. Selbst ein kleines Zimmer in einer alten Wohnung kann da schon über 1000 Euro im Monat kosten. Dazu kommt, dass die Miete oft halbjährlich oder sogar für ein komplettes Jahr im voraus zu zahlen ist. Macht die Wohnungssuche nicht leichter.

Die erste Besichtigung brachte uns in eine Villa im Stadtteil Jumeiah 3, wo ein Deutscher eine WG aufgemacht hatte und nun ein Zimmer mit Blick auf den Burj Al Arab frei geworden war. Wäre schon schön und auch noch bezahlbar gewesen, nur leider wurde ein anderer Bewerber genommen.

Über einen Freund hörten wir dann, dass am Lamcy Plaza, einer belebten Ecke in der Innenstadt zwei Appartements angeboten wurden. Die geforderte Miete lag zwar über unserem Budget, aber schauen kostet ja nichts. Die erste Wohnung war der Hammer: das Gebäude war immerhin noch brandneu, aber die zwei Zimmer lagen im Erdgeschoss, die Küche war winzig und ohne Fenster. Das Schlafzimmer hatte eines, das aber nur einen Blick in die Einfahrt der Tiefgarage gewährte. Das Wohnzimmer hatte ein verblendetes Fenster ins Treppenhaus. Dafür war der Spaß mit 95.000 Dirham (ca 17.000 Euro) noch recht günstig. Die Wohnung im dritten Stock, dem Dachgeschoss, sollte immerhin 115.000 Dirham kosten und hatte sogar Fenster in allen Zimmern – aber keinen Ausblick, denn das Dach wurde von einer hohen Brüstung aus Beton umgeben, die nur etwas Himmel übrig blieb. Eine Balkontür gab es auch nicht, sodass man für die Freifläche durch ein Fenster hätte krabbeln müssen.

Eine dritte Wohnung in einem anderen Haus, war zwar nett, aber dunkel und verwohnt, da konnte auch der Pool auf dem Dach und die Sauna(!) nichts mehr retten.

Die nächste Gelegenheit tat sich dann auf, als Frau A. während einer Messe ins Gespräch mit einer Toilettenbesucherin kam, die gerade nach Dubai gezogen war und eine Bleibe gefunden hatte. Gleich für den nächsten Tag verabredeten wir uns mit ihr für einen Besichtigungstermin. Wieder in Jumeirah. Diesmal hatten zwei junge Inder eine Villa im Angebot, aus der sie eine WG machen wollten. Von einigen Sonderzonen wie der Palm Jumeirah abgesehen, dürfen nur Emiratis Grundstücke und die darauf stehenden Häuser besitzen. Oft vermieten sie an Leute, die die Häuser weitervermieten und ihren Schnitt dabei machen, also ein Mittelding zwischen Verwalter und Makler sind. Da Villen in Dubai oft auf Bedürfnisse arabischer Familien zugeschnitten sind, also riesig, mit vielen Schlafzimmern samt eigenem Bad, eignen sie sich bestens für Wohngemeinschaften. Nur sind diese in einigen Stadtteilen gar nicht erlaubt, sodass WGs plötzlich ganz schnell Probleme bekommen können. Diese Villa war zumindest klasse: Brandneu, mit einem Grundstück, auf dem auch Beachvolleyball-Turniere ausgetragen werden könnten, ruhig, gute Lage. Wir waren und mit den jungen Verwaltern auch einig, welches der sechs Zimmer wir nehmen würden. Die Typen wollten nur noch beim Hausbesitzer alles klar machen und sich dann am nächsten Tag melden. Ein Tag verging, der nächste, der übernächste. Wie zu erwarten war, wurde daraus nichts, weil er entgegen früherer Zusagen plötzlich das Haus nur noch an eine Familie vermieten wollte, nicht an eine WG.

Zwischendurch noch ein Besuch in Satwa, einem Stadtteil, der am ehesten mit Hamburg-St.-Pauli oder dem Schanzenviertel vergleichbar wäre: viel Multikulti, nicht reich, nicht schön, nicht ganz sauber – aber das Leben tobt in den kleinen Läden und winkeligen Straßen. Die Wohnung hätte zwei große Zimmer gehabt, ein großes Bad und eine recht leere Küche. Nicht nur, dass wir Waschmaschine, Kühlschrank und Geschirrspüler hätten kaufen müssen, auch die beiden großen Löcher in der Wand hätten wir auf eigene Kosten mit Klimaanlagen füllen müssen. Zusammen mit dem recht hohen Mietpreis wurde das leider doch zu teuer. Leider? Nun ja, im Nachhinein haben wir dann erfahren, dass fast der gesamte Stadtteil ohnehin Ende des Jahres abgerissen werden soll. Ob wir dann noch den Rest der Jahresmiete wiederbekommen hätten?

Dann gab es da noch die schöne Wohnung in Al Safa, einem ruhigen grünen, zentralen Stadtteil. In einer alten (also ungefähr 30 Jahre alten) Villa, die in 4 Appartmements aufgeteilt wurde. Zwei Zimmer, Bad und eine leere Küche, in die „noch diese Woche“ Spüle und Schränke eingebaut werden sollen. Zwei libanesische Brüder hatten das Haus gemietet und wollten diese Wohnung nun weitervermieten. Wir haben sofort ja gesagt und wollten gleich nach Einbau der Küche einziehen. Doch auch das zog sich hin. Einen Tag, zwei Tage, nächste Woche… Irgendwann kam ein Mail, dass man leider nur noch für ein halbes Jahr vermieten könne, weil dann die Eltern einziehen wollen. Darauf haben wir dann gar nicht mehr reagiert.

Dann kamen die Inder mit einer anderen Villa in Jumeirah. Kleiner Garten, nicht ganz so neu und nicht ganz so schön geschnittene Zimmer. Aber nun ja. Der Auszugstermin rückte ja näher. Aber nach allen Zusagen, dass praktisch der Einzug perfekt wäre, verliefen die Gespräche auch wieder im Sande und man hörte nie wieder von den Jungs.

Das Hochhaus in der brandneuen „Old Town“ wäre auch nicht zu verachten gewesen: Auf der Website eines Maklers hieße es, für 150.000 Dirham wären 3 Zimmer im 19. Stock frei. Für den Preis könnte man immerhin eine WG aufmachen. Besichtigungstermin in der Musterwohnung fällt gemischt aus: Wohnung hui, Ausstattung und Verarbeitung hui, Aussicht auf den Burj Dubai hui, Grünflächen hui, Supermarkt vor der Tür hui. Aber wenn man den Tower verlässt steht man inmitten einer Großbaustelle mit Staub und Baulärm (auch nachts, denn in Dubai werden die Projekte rund um die Uhr hochgezogen). Ohne Auto kommt man hier nirgendwo hin, selbst ein Spaziergang ist kaum möglich, von Joggen ganz zu schweigen. Vielleicht in 3 Jahren, wenn alles fertig ist, dann ist die Gegend prima, für den, der in massenhergestellten Wohnkäfigen leben mag. Aber da am nächsten Morgen die Wohnung angeblich schon weg war und nur noch eine deutlich teurere im Angebot stand, hatte sich das ohnehin erledigt.

Und was ist es nun geworden?

Natürlich die 2-Zimmer-Wohnung in Safa mit den wankelmütigen Libanesen. Nachdem wir uns gar nicht mehr gemeldet hatten, kam zwei Wochen später eine Mail, in der den Jungs einiges leid tat und vieles passiert sei, was außerhalb ihrer Kontrolle lag. Die Küche sei nun drin und wir könnten die Wohnung jetzt haben, auch für ein ganzes Jahr.

Haben wir.

Und einer der nächsten Einträge geht um „Umziehen in Dubai“. Was nicht weniger aufregend und skurril ist.


1:2

Freitag 13. Juni 2008

Tja, war ja gestern nicht so dolle. Immerhin war die Stimmung im Double Decker nicht so schlecht wie das Spielergebnis. Das Dd ist eine  einem englischen  Pub nachempfundene  Großkneipe, in der  sich normalerweise Briten zum gemeinschaftlichen Besäufnis treffen. Englisch war gestern eine Minderheitensprache, dummerweise hielt das die Kneipenbetreiber nicht davon ab, Al Jazeera Sports einzuschalten, wo ein paar ältliche Anzugträger vor und nach dem Spiel palaverten. Der Moderator, der nicht mal die Spielernamen verständlich rüberbringen konnte, schien auch etwas mehr Sympathien für die Kroaten gehabt zu haben. Klischee erfüllt. Punkt.

Zurück daheim schaffte es das ZDF wenigstens noch die ersten 30 Minuten von den Österreichern zu übertragen. Danach war schluss. Aber auf Arte lief ja zum Glück noch „Der letzte Zeuge“.


Wenn das Meister Propper wüsste…

Mittwoch 11. Juni 2008

Antwort auf die Frage, ob ein Verkaufsraum bis nächste Woche aufgeräumt und gereinigt  werden könnte:

„Sicher.  Wollen Sie die indische oder die europäische Reinigung?“


schwarz-rot-gold

Montag 9. Juni 2008

Wenn gleich mehrere Autos bei Tempo 100 auf der Autobahn abbremsen, winken, hupen und mit ihren Blinklichtern herumspielen, dann hat das überhaupt nichts mit meiner Fahrweise zu tun (eher defensiv, immer mit Idioten rechnend vorausschauend, Tempolimits einhaltend), sondern mit der kleinen schwarz-rot-goldenen Flagge, die ich für drei Euro am Münchner Hbf gekauft habe. Ist hier selten, aber scheinbar hoch angesehen.


oh nee, oh neee, oh neee, oh neeee..

Sonntag 8. Juni 2008

Nachher spielt Deutschland gegen Polen und dummerweise überträgt das ZDF. In Dubai sieht man mit dem Zweiten leider nicht besser, sondern während der meisten Zeit des Tages – nichts.

Zwischen 9 und 12 Uhr Ortszeit, also wenn das Morgenmagazin oder schusselige Serien laufen, gibts Empfang und gelegentlich am Vorabend – also genau richtig für so Kram wie „Hallo Deutschland“. Supi.

Vielleicht liegt’s an der zu kleinen Schüssel, vielleicht am Digital-Receiver, vielleicht an der Luftfeuchtigkeiten, den Wolken, dem Mondstand, vielleicht auch daran, dass seit dem Besuch einiger iranischer Freunde der ex-Mitbewohnerin, die irgendein Fußballspiel sehen wollten, der Empfang des Hotbird-Satelliten nicht mehr funktioniert. Jedenfalls kein Fussi daheim. Frau A. ist zu müde, um noch ins Doubledecker oder ins Hofbräuhaus zu fahren, wo sich die deutsche Community heute trifft. Ich bin auch nur mäßig motiviert für Alleingänge.

Geht also früh ins Bett.

Nachtrag, 40 Minuten vor de, Spiel: Scheinbar hat man uns in Mainz gehört und die Sendeleistung verstärkt. Frau A. meldet aus dem Wohnzimmer einen Empfang. Hoffentlich bleibt das so.

Nachtrag II, 34 Minuten vor dem Spiel: Die Pixel auf dem Bildschirm werden dicker. Ich ahne böses.

Nachtrag III, 20 Minuten vor dem Spiel: Bildschirm bleibt schwarz. Bleibt also nur noch der „Tatort“ aus Österreich.

Nachtrag IV, 2. Halbzeit: Hätte ich doch mal lieber den „Tatort“ ausgemacht. Auf Deutschlandradio gibt es einen Live-Stream von Spiel. So eine Radio-Reportage ist doch auch nicht schlecht. Erinnert mich übrigens an 1982, WM in Spanien, Halbfinale Deutschland gegen Frankreich. Ich war mit Muttern und Schwesterlein zum Zelten auf Amrum. Das Spiel wurde in dem Clubhaus des Zeltplatzes übertragen, Klein A. saß damals in erster Reihe vor dem TV. Nach 90 Minuten stand es unentschieden, ebenso nach der ersten Halbzeit der Verlängerung. Gegen Ende der 2. Halbzeit, es stand immer noch unentschieden, wurde es klein A. zu spannend (!) und er ging zurück ins Zelt, und hörte sich das Elfmeterschießen im Radio an. Auch blöd, oder?

Na, wenigstens steht es jetzt 2:0.