Hitze, Lärm und Sexskandal

Ich. Bin. GENERVT!

Heute findet in der neuen Wohnung eine weitere Etappe des Renovierungsmarathons statt. Nach einem überstandenen Einzug und  reichlich Verärgerung über eine vergammelte brandneue Küche sind wir mittlerweile soweit, dass jemand die alten Küchenmöbel entfernt hat und auch  die denkwürdig schlechte Kabel- und Wasserleitungssituation korrigiert hat. Heute sind die Leute bei uns, um ein paar weitere Löcher in die Wand zu bohren, damit unsere Waschmaschine endlich auch einen ABwasseranschluss bekommt. Bei ihrer Renovierung haben die Vermieter nämlich nicht an solche Sachen gedacht. Und der Inder, der den Wasseranschluss verbrochen hat, wusste auch nicht so recht, warum wir noch eine Wasserleitung haben wollen. Lustigerweise müssen wir auch einen Teil des Fußbodens öffnen, weil sich darunter ein Abflussrohr befindet, dass wir hervorragend dafür nutzen können, das Abwasser einzuleiten, statt wie derzeit ein kleines Siel in der Küchenmitte dafür zu missbrauchen.

Außerdem reinigen die Typen gerade die Klimaanlagen. Dafür müssen die natürlich ausgeschaltet sein. Draußen sind rund 50 Grad mit einer dampfbadähnlichen Luftfeuchtigkeit, drinnen fühlt es sich nur graduell besser an. Ich sitze also gerade schweißtriefend im Wohnzimmer und genieße den Bohrlärm. Zufällig wird die Wohnung nebenan auch renoviert, was die schöne Situation hervorbrachte, dass „unsere“ Jungs den Strom abgeschaltet hatten, um die Klimaanlage aufzuschrauben. Um die Filter zu reinigen brauchten sie  aber Wasser. Das floss nicht, weil der Klempner für nebenan die Wasserpumpe abgeklemmt hatte, um die Ordnung  der außen liegenden Wasserleitungen  neu zu gestalten (Wer die Computerspiele der „Myst“-Serie mag, hätte seine Freude an dieser Wasserversorgung: die Rohre sind hier in einem weit verzweigten, schwer durchschaubaren Chaos angeordnet, teilen sich, laufen zusammen,  enden teilweise im Nichts, verschwinden hinter irgendwelchen Löchern und Ecken,  werden durch Schalter und Hebel unterbrochen, deren Wirkung man erst Stunden später an der anderen Seite des Hauses in Form einer großen Pfütze bemerkt. Neulich haben wir einen halben Tag nach der Ursache des Wasserausfalls gesucht, bis wir feststellten, dass jemand den Haupthahn vor dem Grundstück geschlossen hatte. Wahrscheinlich waren das die Bauarbeiter, die draußen die Zufahrt umgebuddelt haben, dabei warum auch immer über die Mauer geklettert sind und dabei einen Wasserhahn abgebrochen haben. Was macht man dann? Man sagt niemandem Bescheid, sondern stellt einfach das komplette Wasser für vier Wohnungen ab.) zugange waren und ). Der Klempner zumindest kam etwas später herein und wollte den Strom anschalten um die neuen Pumpe zu testen – Elektriker mögen bitte weghören: Wasserpumpe und Klimaanlage teilen sich die gleiche Leitung. Das ging natürlich nicht, denn an der Klimaanlage wurde ja noch gewerkelt. Patt.

Eigentlich müsste ich gerade etwas arbeiten. Aber Mein Kopf ist schon wachsweich durch die feuchte Hitze.

Wer hier etwas zu dem Sex-on-the-Beach-Skandal sucht, der neulich Schlagzeilen in Dubai machte (zwei Briten wurden beim Sex am Strand erwischt und müssen nun mit bis zu 6 Jahren Gefängnis rechnen), muss sich daher mit der Zusammenfassung und moralischen Würdigung begnügen, die zum Beispiel beim Hochparterre zu finden ist oder sich diesen ausführlichen Report durchlesen. Mir ist  gerade zu heiß, um über schlüpfrige Details aus dem „britischen Ballermann“ am Persischen Golf zu berichten.

Ich freue mich darauf, dass – mit ein bisschen Glück – Schwedenmöbel hoffentlich nächstes Wochenende die neue Küche einbauen. Wenn bis dahin die Leute hier mit den Bohrungen fertig sind.

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