Ein Wochenende voller Feiern

Es war eine harte Woche, die Frau A. und ich da hinter uns gebracht haben: Kurzfristig kam ein Scheich auf Durchreise in unseren Palast zu Besuch, während ich etwas dringendes Arbeiten musste und mich dann auch noch ein paar Magenbakterien flachlegten. Im Palasthof mussten wir trotz sengender Hitze auch noch Hand anlegen, um den Palastgärtnern für Freitag auch etwas zu tun zu geben.

Dann der Donnerstag. Erste Party. Kollege von Frau A., der sich in den (von außen abgrundtief hässlichen, wie ich finde) Jumeirah Beach Residences ein Appartment gekauft hat. 28. Stock, Meeresseite.

Die Aussicht kann sich sehen lassen: von dort oben sieht der Strand wirklich schön aus und die Palme Jumeirah im Hintergrund macht auch was her.

Die Party war ok, zumal die Gäste von Schweden bis Australien aus allen Teilen der Welt kamen. Wenn diese Leute doch bloß nicht so fiese Akzente hätten, die bei lauter Wummer-Musik und etwas Alkohol eigentlich nicht mehr verständlich sind.

Freitag morgen. Der letzte Schnaps hat uns beiden nicht gut getan. Schnell den Gärtnern noch Anweisungen gegeben, dann ins berüchtigte Double Decker zum noch berüchtigteren Friday-Brunch. Preise wurden erhöht. Aber auch für 149 Dirham ist all-you-can-eat-and-drink noch ein gutes Angebot. Biere blieben besser ungezählt, und wenn Frau M. aus BB endlich die Fotos von ihrer Kamera zumailen würde, könnte ich auch einige Stimmungsbilder liefern.

Früher Abend: Uff

Dann wieder ins Taxi. Nächste Party. Diesmal AUF he Palm Jumeirah. Bisher war ich noch nie auf der künstlichen Insel, von der es heißt, sie gehe unter, hätte ein Brackwasserproblem, Rattenprobleme, teure und kleine Grundstücke usw.

Stimmt alles. Die Anfahrt ist lang und außer monotonen Wohnblöcken und Reihenhäusern ist dort (nachts) auch nichts spannendes zu sehen. Ein Cafe um die Ecke oder ein Supermarkt sind mir jedenfalls nicht aufgefallen. Jeder „Palmwedel“ ist durch Schranke und Wächter gesichert, dahinter führt eine lange Straße mit auffällig ähnlicher Bebauung zu beiden Seiten fast endlos geradeaus.

Nur geschätzte 30 Prozent der Häuser auf diesem Palmwedel wirkten irgendwie bewohnt, der Rest scheint reines Spekulationsobjekt zu sein. Denn die Häuser sind mittlerweile schweineteuer. Zwar auch groß, aber ob die engen Grundstücke wirklich ihr Geld wert sind, muss jeder selbst entscheiden. Denn der kurze Strand direkt am Garten ist zwar nett, aber voller kleiner fieser Betonstücke. Und ohne Brandung bringt das Meer auch nur halb soviel  Spaß.

Aber zum Feiern ist die Location anständig geeignet. Kein Nachbar beschwert sich, man hat die Wahl zwischen pipiwarmen Meer und körperwarmen Pool, viel Platz und genug Getränke.  Und wo viele Perser sind, ist die Stimmung meist auch gut. Dass ich keinen der Tanzhits kannte, zu denen die Mädels auf dem Rasen hüpften,  muss ich wohl auf meine Kappe nehmen.

p

Fragt nicht nach Samstag.

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