Ramadan Kareem

von Frau A.

Am ersten September hat der Fastenmonat Ramadan begonnen. Das Fasten während Ramadans gehört zu einer der fünf Säulen des Islams. Fasten bedeutet aber nicht nur, tagsüber (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) auf Nahrung und Flüssigkeiten zu verzichten. Auch Rauchen, Geschlechtsverkehr, üble Nachrede, etc. sind nicht erlaubt. Ebensowenig erlaubt sind unanständige Gedanken. Wenn also ein indischer Muslime mir auf der Strasse nachschauen würde (was natürlich nie passieren würde) und dabei unfeine Gedanken hätte, müsste er diesen Tag Fasten nachholen. Natürlich würde ich diesen auch niemals darauf aufmerksam machen.

Tagsüber werden zwar Speisen verkauft, aber häufig ist es verboten sie vor Ort zu essen. Viele Restaurants sind auch tagsüber geschlossen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit ist tagsüber verboten. Sobald die Sonne Abends hinter dem Erdball verschwunden ist, beginnt das allabendliche Fastenbrechen, das Iftar genannt wird. Gebrochen wird das Fasten meistens mit Datteln, Wasser, Saft oder Tee. Danach wird erst feste Nahrung zu sich genommen. Angeblich werden während des Ramadans mehr Lebensmittel verbraucht als in anderen Monaten. Kann ich nichts zu sagen, aber als ich eine Kollegin darauf anspreche, erntete ich ein breites Grinsen.

Ich empfinde den Ramadan als sehr angenehme Zeit. Vergleichbar ist es sicherlich mit unserer Vorweihnachtszeit. Die Straßen sind mit bunten Lichtern geschmückt und in den Einkaufszentren gibt es zusätzliche Veranstaltungen. Abends kommen die Muslime mit Freunden und Familien zusammen und das Ende des Ramadans am 30. September wird groß gefeiert.

Meine Kollegen strahlen im Augenblick eine unheimliche Ruhe und Zufriedenheit aus. Sie genießen das allabendliche Zusammenkommen und auch wir Europäer finden uns öfters zu Iftar zusammen.

Ich fahre oft während des Sonnenunterganges von der Arbeit nach hause, weil dann die Strassen relativ frei sind. Heute bin ich schon einwenig früher unterwegs gewesen. Kurz vor dem Sonnenuntergang sind auf der Straße Iftarpakete ausgegeben wurden, deren Inhalt ich euch nicht vorenthalten möchte.

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