Ruhephase

Hier im Blog ist es recht ruhig geworden in letzter Zeit. Der Grund dafür liegt in einer Mischung aus „keine Zeit, wegen zuviel zu tun“ und „nix zu schreiben, wegen zuwenig Input“. Mit anderen Worten: das Leben verlauft derzeit etwas monoton vor sich hin, es gibt wenige Highlights, aber zum Glück auch keine wirklichen Tiefpunkte. Vor allem gibt es nichts Neues. Ja, gelegentlich regnets hier, aber fällt mir kaum noch auf. Beruflich läuft es seitwärts. Das Verkehrschaos ist etwas besser geworden, seit immer mehr Leute die Stadt verlassen (mussten). In den Zeitungen steht immer noch soviel Schrott, dass ich jeden Morgen das Gesicht schmerzhaft verziehen muss. Und Erfolge beim Golfspielen sind etwas spärlicher geworden, seit ich die Bälle treffe – mit dem genau Zielen klappt’s dagegen  noch nicht so.

Das Phänomen nennt sich Alltag, glaube ich. Dazu kommt eine gewisse Unzufriedenheit über die derzeitige wirtschaftliche Situation in Dubai. Mir ist klar, dass unser deutscher und der dubaianischer Freundeskreis sich nicht wirklich vergleichen lassen, weil er daheim bunt gemischt ist und hier zu  einem großen Teil aus Architekten und Journalisten besteh. Aber aus Deutschland habe ich bisher nicht eine Hiobsbotschaft vernommen, im Gegenteil: Manche Freunde wechseln sogar momentan scheinbar problemlos ihren Job.  In Dubai sieht es dagegen schon ziemlich übel aus: Mehr als ein Freund stand plötzlich ohne Job da und muss in der Kahlschlagphase noch woanders unterschlüpfen. Verbessert die Stimmung nicht unbedingt.

Wenn ich übrigens „Genervt von der Welt“ bei Google eingebe, taucht als erster Treffer ein Artikel bei welt.de auf – Das gefällt mir.

Eine richtig überzeugende Lösung gegen Blogunlust ist mir bisher nicht über die Tastatur gelaufen, deswegen wird es wohl noch eine Weile ruhig zugehen hier. Mir fehlt etwas die Inspiration. Es sei denn, einer der Mitleser hat eine konkrete Frage, die er/sie/es schon immer über Dubai beantwortet haben wollte.

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