Hamburg beim Regen

Samstag 29. August 2009

Samstagabend in Hamburg. Es regnet. Mir fehlt die Lust für Unternehmungen, deshalb sitze ich im Arbeitszimmer meines Gastgebers (in meinem Zimmer gibt es leider keinen Zugang) und lasse kurz ein paar Gedanken raus:

Ist mir früher nie so aufgefallen, aber ich sehe in den Gärten „meines“ Stadtteils sehr viele Fahnenmasten in den Gärten. Meist mit dem Hamburg-Wappen oder der HSV-Raute. Ein wenig überrascht mich dieser Lokalpatriotismus der doch eigentlich sehr zurückhaltenden Hamburger.

Irgendwann verliert Regen den Reiz des (wieder) Neuen.  Die ersten Tage wurde ich mit eitel Sonnenschein empfangen und ein paar Tropfen haben da nicht gestört. Auch wenn der treue Leser A.D. möglicherweise jetzt meckert, dass ich schon wieder über Regen klage, mir hat es heute gereicht mit dem Wasser von oben.

Alles rund um die Alster ist immer noch verdammt schön. Wenn man eine Weile keine Möglichkeit hatte, sich Wasser, Bäume, Liegewiesen und schöne Häuser in dieser geballten Mischung gefallen zu lassen – dann merkt man erstmal, wie genial HH ist.

Die aggressiven Vollspacken in U-Bahnen und Bussen scheinen sich vermehrt zu haben. Vorhin hat sich ein ganzer Pulk gleich gegenüber der Bushaltestelle geprügelt. Diese Uffza-Uffza-Mucke-Hey-Digga-Was-Issen-Typen hängen mir zum Hals raus.

Frau A. war letzte Woche für 3 Tage hier und ich freue mich,  dass sie bald wieder vorbeikommt.

Hat jemand einen Tipp fürs Theater? Ich bin sowas von raus aus der Kulturszene.

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Gewohnheitswetter

Samstag 15. August 2009

Sind es schon anderthalb Wochen, die ich in Hamburg bin? Kinners, vergeht die Zeit schnell, wenn man täglich acht Stunden lang bildschirmarbeitet, und dabei die Außenwelt ausblendet. Praktischerweise habe ich in meiner Bleibe keinen richtigen Internetzugang und daher zumindest abends Surfpause. Gehe abends früh ins Bett und wache sehr früh auf, weil die Sonne ungefiltert auf meinen Kopf scheinen kann.

Das wankelmütige Hamburger Wetter hat mich bisher auch nicht enttäuscht, konnte es sein Stimmung praktisch nie länger als einen halben Tag halten. Ging ich morgens im Shirt aus dem Haus, kam ich abends nass oder fröstelnd zurück. Nieselte es dagegen, sah ich am Abend als einziger Mensch mit Jacke und Schirm aus wie ein Idiot. Zum Glück bin ich aus über 30 Jahren Hamburg nichts anderes gewohnt (also das Wetter,  nicht, wie ein Idiot auszusehen).