Hungrig in Singapur

Donnerstag 21. Oktober 2010

Hier ist es 7 Uhr morgens und ich bin gerade aufgwacht nach einer ruhigen Nacht im großen Flauschbett. Gestern ging es zum Essen raus auf die Straße. Im Unterschied zu den meisten Straßenimbissen in Asien gelten für die Buden in Singapur strenge Hygienevorschriften, man kann hier also ohne Bedenken sich ein paar Statay-Spieße, Gemüse, Reis und andere Kleinigkeiten einwerfen und mit einem Glas Bier runterspülen. Das ist so lecker, dass man (also ich) mal wieder mehr ist als nötig gewesen wäre. Keine großen Worte, nur ein paar Fotos.

 


Über Integration

Mittwoch 15. September 2010

Eine der interessantesten Erfahrungen der letzten dreieinhalb Jahre war es, zu erleben, wie man sich als Ausländer fühlt. Wer nur als Einheimischer in seinem Heimatland gelebt hat, kann nicht nachvollziehen, was es bedeutet, sich in eine fremde Gesellschaft integrieren zu müssen. Und sollte sich vielleicht auch nicht an Debatten über Integration beteiligen oder gar über die Behandlung von Ausländern entscheiden.

Ich will die Situation einmal vereinfacht darstellen: Frau und Herr A. haben beide studiert und sind wegen der guten Arbeitsbedingungen nach Dubai gegangen. Die interkulturelle und mentale Vorbereitung auf die neue Heimat fiel nicht nur wegen der knappen Zeit recht oberflächlich aus. Und dann haben wir noch das fiktive Paar Ahmed und Eyscha  Y. aus Anatolien, die ihre Existenz als Bauern aufgaben um  in Deutschland ihr Glück versuchen, und den stereotypischen Migranten darstellen, der sich doch gefälligst 1a mit Sahnehäubchen in die neue Gesellschaft integrieren möge.  Was unterscheidet Herr und Frau A. von Herr und Frau Y.? Eigentlich nur, dass wir mehr Geld,  Bildung und eine größere geistige Flexibilität haben.

Zu Beginn des Dubai-Aufenthalts war das Interesse und der Wille vorhanden, sich mit der lokalen Kultur und Sprache auseinanderzusetzen: Wir haben Ratgeber gelesen und auch einen Arabisch-Sprachkure besucht. Wir fanden, es gehöre zum Respekt gegenüber der neuen Heimat dazu, dass man zumindest einen Grundwortschatz in der Landessprache beherrscht. Das sehe ich immer noch so. Das Interesse an der lokalen Kultur hat aber recht schnell nachgelassen. Nicht nur, weil sie in Dubai so schwer zu finden ist und nur von einer kleinen Minderheit gelebt wird. Auch die teilweise dramatischen Unterschiede zum bisher als recht brauchbar empfundenen Wertesystem, der im großen und ganzen fairen Gesetzgebung und den gewohnten gesellschaftlichen Umgangsformen können einen leicht überfordern, zumindest aber immer wieder frustrieren.

Die lokale Mentalität würde ich als stark „ichbezogen“ charakterisieren. Geduldiges Warten ist nur manchen Ausländern bekannt, ansonsten wird hier vorgedrängelt wo nur irgendwie möglich (wobei ich zugeben muss, dass die Zustände auf den Straßen von Kairo und den Warteschlangen in indischen Bahnhöfen schlimmer sind). Das Rechtssystem ist selbst für Anwälte undurchschaubar und nicht immer gerecht. Mir fehlt die intimere Kenntnis, um das auszuführen, aber so wie ich das verstehe gibt es ein Zivilrecht, welches den im Westen bekannten Grundzügen folgt, und Bereiche, in denen Sharia-Recht angewandt wird. Diesen Teil der Gesetze kann ich beispielsweise oft nicht nachvollziehen. Neulich wurde gegen einen Mann wegen versuchter Vergewaltigung einer Minderjährigen verhandelt. Die Klägerin, ein 14-jähriges Mädchen, war aber auch selber auf der Anklagebank, weil sie außerehelichen Verkehr gehabt haben soll – ebenfalls strafbar.  Da finde ich es schon belustigend, dass um einen Ehebruch zu bezeugen, entweder ein Mann oder vier Frauen nötig sind. Mal abgesehen davon, dass sowas selten im Schaufenster stattfindet – wieso die unterschiedliche Anzahl an Zeugen? Aber ich schweife ab. Wer es gewohnt ist, auf Umwelt- und Tierschutz zu achten, der wird über die örtlichen Verhaltensweisen schlicht entsetzt sein. Die anderen Rollenverständnisse von Mann und Frau, die Kleidung, die deutlich konservativeren Sitten, was man in der Öffentlichkeit tun und anziehen darf und was nicht –  das erschien mir von Anfang an fremd, unverständlich und sehr oft auch unsinnig. Und was macht man, wenn man Regeln für unsinnig hält? Genau: Man ignoriert sie und  verhält sich so wie man es gewohnt ist und für vernünftiger hält.

Das machen Herrn und Frau A. in Dubai so, wie ungefähr 80 Prozent aller anderen Gäste, die ihre eigenen Vorstellungen von Lifestyle ausleben. Das machen aber auch Herr und Frau Y.  in Deutschland so, wenn sie entsetzt sind über die freizügige Kleidung der jungen Mädchen, in der sie ihre eigene Tochter bestimmt nicht sehen wollen. Herr und Frau A. denken in ihrer neuen Heimat  schließlich auch nicht daran, ständig ihre Arme und Beine zu verdecken. Und warum sollen die Y.s sich plötzlich zwischen 13 und 15 Uhr eine Mittagsruhe einhalten und  nach 22 Uhr absolut mucksmäuschenstill in ihrer Wohnung hocken, bloß weil ein Nachbar empfindliche Ohren haben könnte. Und überhaupt: warum wird in Deutschland gleich alles sofort zur Polizei und anderen Staatsorganen getragen? Diese lassen in Deutschland nicht mit sich reden, sondern zeigen nur stur auf Gesetze und Verordnungen. Herr und Frau A. zeigen ja nicht einmal Verständnis dafür, wenn ihr arabischer Nachbar um zwei Uhr Nachts noch Löcher in die Wand bohrt und klingeln wegen so einer Lappalie gleich nebenan an der Tür – ja wissen die denn nicht, dass es tagsüber zu heiß ist zum Arbeiten?

Arabisch haben sie auch nicht wirklich gelernt, kommen sie doch mit Englisch in Dubai viel besser voran. Tja, und wo Herr und Frau A. gerne mal ein Glas Bier trinken oder sich auf den Genuss von  etwas Schweinespeck freuen, bevorzugen Herr und Frau Y.  halt ihre gewohnten Speisen, lesen türkische Zeitungen  und schauen türkische Satellitensender. Ihr Freundeskreis denkt wie sie und man versteht einander. Nämlich, dass die Bewohner der neuen Heimat oft merkwürdig sind und  unfreundlich. Warum soll man da noch Wissen über Gesetze oder gar Geschichte des Landes ansammeln, wenn die Einheimischen bei einem Test auch durchfallen würden. Und fragen Sie mal den Herrn A., wieviel er über die Historie der VAE weiß. Nur ein kleines bisschen. Und das ist sehr viel mehr als die meisten anderen Expats wissen.

Ich schweife schon wieder ab.

In Deutschland wird man für einen umweltschonenden Kleinwagen gelobt, in Dubai von den Kollegen dafür mitleidig  angeschaut. In einem Land bedeutet 10 Uhr genau 10 Uhr, im anderen Land vielleicht an diesem Tag, aber nur, wenn man drei mal vorher den Termin bestätigt hat. In dem einen Land soll man seine Ehre nicht selbst verteidigen, sondern zur Polizei gehen, die man aus der Heimat nur als unzuverlässig und korrupt kennt. In dem anderen Land zeigen die Behörden wenig Interesse an den Problemen der Zugereisten – sollen die ihren Ärger mit Vermietern, Nachbarn, Geschäftspartnern oder Arbeitgebern doch selbst ausdiskutieren und lösen.

Zwischenbilanz: Die Sache mit der Integration in eine andere Gesellschaft ist nicht immer ganz leicht.

Dabei sind die Deutschen noch in einer sehr komfortablen Situation. Der Emirati gilt als ein sehr scheues Wesen – wer mag es ihm verdenken, wenn er doch nur rund 15 Prozent der Bevölkerung bildet und sich fühlen muss wie die amerikanischen Ureinwohner in ihren winzigen Reservaten. Sie dürfen sich zurecht vor Überfremdung fürchten, wenn sie die einzigen Einheimischen in einem Supermarkt sind oder zumindest genervt sein davon, wenn sich die Gastarbeiter mal wieder unmöglich benehmen, halb nackt durch die Einkaufszentren laufen, besoffen am Strand rumknutschen und die ganze Stadt mit Gebäuden, Produkten und einem Lebensstil (nicht nur einem westlichen übrigens, auch einem viel stärker ausgeprägtem indisch-pakistanisch-südostasiatischem)  überziehen, der so überhaupt nicht arabisch ist.

Mir persönlich war der Lebensstil in den VAE immer zu „anders“. Einerseits zu eingeschränkt was persönliche Freiheiten und Rechte betrifft. Erträglich wurde es nur durch die Tatsache, dass man viele Sitten einfach ignoriert. Machen alle so. Andererseits ist mir Dubai auch zu (amerikanisch?) dekadent, etwa was die Größe von Autos, Häusern und Einkaufszentren betrifft. Ich empfinde das als Ressourcenverschwendung. Dieser Lifestyle entspricht nicht meinen Wertvorstellungen und ich wollte diese auch nicht verändern. Das geht Herrn und Frau Y. genauso. Nur mit dem gewichtigen Unterschied, dass ich mich nicht anpassen WILL. Andere sind intellektuell schlicht nicht in der Lage sich zu integrieren. Außerdem ist es für uns leichter, wieder ins Heimatland zurückzukehren.

Haben die Sarazine und Deutschland-den-Deutschen-Rufern deswegen Recht, sind bestimmte Nationalitäten nicht integrierbar und sollte man sie deswegen rausschmeißen? Ein klares Nein. Es sollte aber aus meiner Sicht an zwei Stellschrauben gedreht werden:  Wenn man sich längere Zeit im Ausland niederlassen will, sollte man sich intensiv über die dortige Gesellschaft informieren (und: von Gastgeberland informiert werden) und überlegen, ob man damit zurecht kommt. Das ist schon leichter geschrieben als umgesetzt. Die andere Stellschraube betrifft die Gastgeber. Wenn man in Dubai darüber klagt, wie merkwürdig das Leben hier manchmal sei, dann lautet eine beliebte Antwort: „If you don’t like it, leave it“ (Also: Wenn es dir hier nicht gefällt, dann verschwinde). Besser wäre aber, die Stadt und das Leben so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen hier gerne leben. Das erfordert Offenheit, Freiheit und Transparenz. Aber auch Toleranz auf Seiten der Einheimischen (auf Seiten der Migranten sowieso) und Verständnis dafür, dass die „Neuen“ nicht immer sofort alles verstehen und nicht mögen, was sie in Deutschland vorfinden. Aber mit der Zeit werden sie es lernen und sich daran gewöhnen. War nach 1989 übrigens auch so. Nur viel leichter.


Schluss mit Warten

Mittwoch 21. April 2010

Wie praktisch. Heute wurde das Flugverbot aufgehoben, auf heute hatte ich meinen ursprünglich für Sonntag geplanten Rückflug umgebucht. Die durch Vulkanasche bedingte Warterei hat sich gelohnt. Denn eigentlich hätte ich erst früh morgens den Zug nach Düsseldorf nehmen müssen, um dann dort in den ausgebuchten Flieger nach Dubai einzusteigen. Durch die Umbuchung fliege ich bequem ab Hamburg und konnte mir durch meine angesammelten Meilen punktgenau ein Upgrade in die Business Class gönnen. Eben war ich der erste Besucher der Lounge am Flughafen und konnte durch das Fenster beobachten, wie ein Airbus A380 in Lufthansa-Farben zweimal über dem Flughafen kreiste. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht will er zur Airbus-Werft nach Finkenwerder, vielleicht hat er sich verflogen. Gleich stürme ich das Buffet und die Bar, lese ein bisschen Zeitung und steige dann am nachmittag in den Flieger. Hamburg war (wieder einmal) wunderschön, fünf Runden Golf in einer Woche sind mein neuer Rekord. Aber nun reicht es auch erst einmal mit Sonne und kaltem Wind. Jetzt muss ich mich wieder aufwärmen. Bis August. Dann gibts wieder Urlaub hier.

Hier ein Foto aus dem hinteren Teil der Lounge, aufgenommen mit der Laptop-Webcam.


Asche über meinem Haupt

Samstag 17. April 2010

Vor zehn Tagen bin ich mitten im deutschen Frühling gelandet. Der erste Nachmittag in Düsseldorf war mild und sonnig. So kann man einen Spaziergang durch die Stadt bis zur Rheinuferpromenade (und zurück) genießen. Auch wenn es die Düsseldorfer nicht gerne hören (und sicherlich auch anderer Meinung sind): Abgesehen von dem Gebiet zwischen Kö und Rheinufer finde ich die Stadt nicht sonderlich schön. Schön im Sinne von ansehnlicher Architektur, gepflegten Straßen und freundlichen Currywurst-Verkäufern. Trotzdem gefällt mir diese Stadt irgendwie. Aber ausgerechnet als ich eines Morgens eine Partie Golf spielen wollte, war es wolkig, windig und nass – Dank der grandiosen Aussicht auf den Rhein und die dahingleitenden Binnenschiffe habe ich auch diese Zeit genossen (an meinem Spielergebnis konnte ich mich dagegen nicht so recht erwärmen).

Ein paar Tage später in Hamburg das gleiche Bild. Es grünt überall, meist scheint die Sonne, auch wenn es hier doch eine Spur windiger ist.  Bei Sonne an der Binnenalster entlangschlendern – mal ehrlich, es gibt doch kaum was schöneres.

Deutschland zeigt sich mir von der besten Seite und würde mich wohl gerne daheim behalten. Danach sieht es momentan auch aus. Eigentlich müsste ich morgen wieder zurück nach Dubai, aber die Aschewolken des Eyjafjallajökull-Vulkans haben mir einen Strich durch den Flugplan gemacht. Der Flug wurde vor 30 Minuten annuliert. Wann es wo und wie weitergeht, weiß ich derzeit nicht, da es kein Durchkommen zum Callcenter gibt. Zur Not nehme ich irgendwann den Bus nach Athen und fliege von dort. Griechenland wollte ich schon immer mal anschauen.


Bloggen und Chemie

Freitag 26. März 2010

Zu den wirklich ganz wenigen Dingen, an die ich mich auch fast 20 Jahre nach meinem letzten Chemieunterricht erinnere, gehören die Begriffe endotherme Reaktion und exotherme Reaktion. Beispiele dafür sind Wasserkochen und eine Wunderkerze. Dem Wasser muss von außen (exodingsda) ständig Energie in Form von Wärme zugeführt werden, sonst stoppt die Reaktion nach einer Weile. Die Wunderkerze dagegen brennt, einmal angezündet, solange vor sich hin und gibt alle in ihr gespeicherte (endodingsda) Energie in Form von Licht und Wärme an die Umwelt ab,  bis ein schwarzer Stängel übrigbleibt.
Ich fürchte, ich bin ein exothermer Blogger. Wenn ich nicht gelegentlich einen Energieschub von außen bekomme, lasse ich das Schreiben sein. Wenn ich mich etwa über die Dummheit mancher Menschen hier ärgere oder kopfschüttelnd über eine neue Idee der örtlichen Entscheidungsträger in der Zeitung lese, dann hat das meistens gereicht für ein paar Sätze Blogeintrag. Wobei mich das ganze Gedöns von Dubai in der Krise und einige sehr merkwürdige Vorkommnisse hier mich mittlerweile eher gleichgültig lassen. Auch lustige Geschichten oder ein paar nette Fotos von einer Reise liefern eigentlich immer genügend Energie, um mich den Mühen des Schreibens zu unterwerfen. (Manchmal reicht sogar das freundliche Anklopfen von gelangweilten Lesern.) Daran, also an den Reisen, hat es eigentlich nicht gemangelt. Aber vor allem brauche ich einen freien Kopf, dessen Gedanken nicht ständig um Arbeit oder soetwas kreisen (da hilft es übrigens überhaupt nicht, dass ich den größten Teil meines Einkommens ausgerechnet mit Schreiben erziele). Das Wetter muss stimmen, der Wochentag darf nicht zuviele „t“ enthalten und der Mond muss abnehmend sein. Außerdem dürfen weder die Sportschau noch die Simpsons laufen, sonst wird das eh nichts.  Irgendeiner dieser Faktoren hat in den vergangenen Wochen aber immer nicht gestimmt. Deswegen bleibt mein Blogwasser meist kalt.

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Bleiben wir noch kurz in Dubai. Vor einigen Wochen waren wir im Burj Khalifa. Auf der Aussichtsplattform im 124. Stockwerk. Wenige Tage später wurde die Aussichtsplattform wegen nicht näher genannter technischer Schwierigkeiten auf unbestimmte Zeit geschlossen (Ich denke, nicht wegen unseres Besuchs, aber dies ist so eine der Merkwürdigkeiten in Dubai, dass einfach vieles nicht wirklich klappt, aber man auch nicht zugeben mag, was denn nicht funktioniert). Aber egal, von da oben aus wirkt die Stadt eigentlich ganz niedlich, so wie man auf ein Modell schaut:

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Dann wäre da noch Indien als verlängertes Wochenende. Das Fazit ist kein eindeutiger Daumen hoch oder Daumen runter. Landschaftlich ist Indien sicherlich reizvoll (sagt jemand, der gerade einmal mit dem Zug von Delhi nach Agra und zurück gefahren ist), wenn die Leute nur nicht überall ihren Dreck liegenlassen würden. Auch den Städten konnte ich aus diesem Grund wenig abgewinnen – schmutzig und stinkt. Der Taj Mahal dagegen war überwältigend schön (und würde, wenn ich denn die nötige Energie aufbringen könnte, einen eigenen sehr langen Eintrag bekommen) . Ein paar Impressionen:

Der Taj Mahal. Nicht im Bild: die zwei nach Geschlechtern getrennten langen Warteschlangen um 9 Uhr morgens VOR dem Tempelgelände. Vor dem Eingang in den Tempel mussten wir dann noch einmal eine halbe Stunde warten. Das war aber noch gut: Als wir wieder herauskamen, war  die Schlange auf die dreifache Länge angewachsen und wandte sich um beide Seiten des Taj.

Ich gebe es zu: Wenn es um motorisierte Fortbewegung geht, bin ich ein Schisser, dem weniger als vier Reifen und eine gute Knautschzone zu wenig sind. Als der junge Mann uns hier in seinem Motor-Tuktuk durch die Stadt kutschierte, musste ich mich ob seiner eratischen (aber dem allgemeinen Standard entsprechenden) Fahrweise mit Fotografieren von meinem drohenden Tod durch Unfall ablenken.

Nicht das spektakulärste Motiv, aber wer schon einmal versucht hat, bei Sonnenuntergang aus einem fahrenden Zug heraus ein Motiv scharf abzulichten, der weiß, warum ich es ausgewählt habe.

Normaler Zug. Agra-Dehli, 2. Klasse.

Bahnhofskiosk mit Auslage. Durchs Zugfenster fotografiert.

Feierabend irgendwo in einem der unfeineren Viertel von Delhi. Im Hintergrund eine bekannte Moschee, deren Name mir aber gerade nicht einfällt.

Für die letzte unserer drei Nächte in Indien hatten wir uns dann mal eine bessere Bleibe gesucht. Wegen Pool und gutem Frühstück. Zum ersten Mal habe ich in einem Zimmer geschlafen, das einen Butlerknopf hat. Und ja, er kommt tatsächlich, wenn man den KNopf drückt.


Bilder aus Bali

Montag 14. Dezember 2009

Weiter unten sind jetzt einige wunderhübsche Fotos von Bali zu sehen.

Frohe Weihnacht allen Lesern.

Eigentlich müssten hier schon längst einige wunderhübsche Fotos von Bali zu sehen sein, garniert mit Texten über das Hotel, die wuchernde Natur, beeindruckende Tempelanlagen, das  manchmal merkwürdige aber immer freundliche Verhalten der Balinesen, den Besonderheiten des Golfspiels und so weiter.

Ich hatte bisher leider nicht einmal die Zeit, mir selbst die Fotos anzuschauen, geschweige denn, die Reise zu reflektieren. Denn eine nette Überschwemmung in der Küche hat mich etwas Zeit gekostet, ebenso die Suche und Beaufsichtigung des Klempners, der einen Teil der Leitungen im Haus komplett erneuern musste. Dazu kam noch etwas Arbeit, zwei Geburtstagsfeiern, Gäste bei uns, ein Tierarztbesuch und eine kurzfristige Reise. Während ich dies hier schreibe, liege ich in einem Hotelzimmer in London und warte darauf, dass der Wecker  eine angemessene Zeit zum Aufstehen findet. Nacher geht’s wieder zurück, vielleicht habe ich dann während der sechs Flugstunden Zeit und Muse.

In London nebenbei ist es kalt, so um die 5 Grad. Solche Zähneklappertemperaturen bin ich schon fast nicht mehr gewohnt, finde es aber erfrischend, im dicken Mantel durch die Stadt zu gehen. Harrods ist schön eingepackt, nur leider verkauft um 22 Uhr kein Pub in Hotelnähe etwas zu Essen mehr. Nur ein Falafel/Kebab-Laden hat noch offen – als ob ich davon nicht genug bekommen würde.

Die Einfahrt zum Hotel

Die Lobby

Das Zimmer von Frau und Herrn A.

Der Blick vom Balkon

Die Poolbar.

Balinesisches Essen mit Vulkanblick

Dschungelklo?

Tempelimpressionen

Selbst Kreisverkehre sehen auf Bali irgendwie gemütlich aus.

Eines der beiden Museen in der Inselhauptstadt Denpasar. Es liegt in einer schön ruhigen Gegend etwas außerhalb des Stadtzentrums. Hier wollten wir eigentlich überhaupt nicht hin, aber beim Stichwort „Museum“ fiel dem Taxifahrer nur dieser Ort ein.

Der Strand von Kuta Beach.

Ein Fleckenmusang an seinem Arbeitsplatz in einer Kaffeplantage im Hochland von Bali.

Das Arbeitsergebnis des Fleckenmusangs. Er frisst eine bestimmte Sorte  Kaffeebohnen, die nach dem Austritt aus seinem Verdauungstrakt geröstet und als „Kopi Luwak“ für sehr viel Geld verkauft werden. Genauer lässt sich das etwa hier nachlesen.

Die Nachbarn des Fleckenmusangs, kurz bevor ihre Schicht beginnt.

Auf dem Flughafen von Hong Kong gesehen. Wurde in größeren Mengen von Asiaten gekauft. Könnte vielleicht schmecken, aber Inhalt und Form der Snacks finde ich etwas gewöhnungsbedürftig.


Ba-Ba-Bali

Dienstag 1. Dezember 2009

Diese Woche auf dem Zettel: Bali. Gestern angekommen, tolles Hotel mit Pool und Meerblick erwischt, 32 Grad Tagestemperatur und bisher keinen Schauer trotz Regenzeit (schade eigentlich (nicht)). Morgen gehts ins Landesinnere mit Tempeln, Vulkanen und Kaffeeplantagen, danach einen Pool-Tag, am Freitag schon wieder zurueck ins pleitengeschuettelte Dubai und naechste Woche gibt es hier auch ein paar Fotos.