A-Team proudly presents: Der kleine Herr A.

Dienstag 16. November 2010

Als der kleine Herr A. gemeinsam mit Mama und Papa am Sonntag Fernsehen schaute, könnte er gedacht haben: Hmm, wenn der Vettel heute tatsächlich Weltmeister wird, muss ich mich ja beeilen, um noch ein Weltmeister-Kind zu werden. Wenigstens in der Formel-1 wenn schon nicht  im Fußball. Dachte es, und startete mit den Wehen.

Bis zum Abend hatte er dann schon einige Runden gedreht, fuhr aber noch mit  der angezogenen Handbremse in Frau A’s Unterleib herum. Gegen 21 Uhr beschlossen seine Eltern dann, den Endspurt doch lieber einen Boxenstop im Krankenhaus einzulegen und den Rest des Rennens von dort zu verfolgen. Mit jeder Runde fuhr er heftiger und stellte einige  neue Rekorde in seiner Altersklasse auf.

Gegen 3.04 Uhr Uhr am Montagmorgen rutschte der kleine Herr A. über die Ziellinie und das Rennen war gelaufen. Nahezu unfallfrei hatten er sowie Frau A. den Abend verbracht. Echt weltmeisterlich.

 

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Wir werden Weltmeister!

Donnerstag 10. Juni 2010

Eine meiner ältesten Kindheitserinnerungen überhaupt hat mit einer Fußball-WM zu tun. Wenn ich daran zurückdenke, dann sehe ich mich auf einem Bett sitzen, in einer Schrebergartenhütte (meine Eltern hatten damals so eine) und im Fernseher laufen Leute umher, von denen einige Orange tragen. Um mich herum sitzen deutlich ältere Kinder/Jugendliche (aus dem Nachbarschrebergaten?) und schauen ebenfalls zu. Meine Eltern waren vermutlich bei den anderen Erwachsenen im Vereinshaus. Irgendwann gab es für alle anderen einen Grund zum Jubeln und Aufschreien. Jemand neben mir vergisst dabei, dass er eine Zigarette zwischen den Fingern hat und seitdem habe ich eine Narbe an meinem rechten Handgelenk, die auch heute noch sichtbar ist. Wenn man genau hinschaut. Ich vermute, das alles muss im Sommer 1974 gewesen sein. Ich war damals fast 2 Jahre alt. Vielleicht sind wir genau wegen dieses Brandlochs  Weltmeister geworden, wer weiß (es könnte ja zumindest sein).

Als ich aber zwei Jahre zuvor geboren wurde, war die deutsche Mannschaft gerade Europameister in Belgien geworden, nach einem souveränen 3:0 gegen die Sowjetunion. Ich bin also ein Meister-Kind. Frau A. erblickte 1974 das Licht der Welt und kann sich daher sogar Weltmeister-Kind nennen. Wenn zwei derart meisterliche A.s sich vereinen, kann doch 2010 eigentlich nur ein Sommermärchen wahr werden, oder?